Football: Bulldogs fertigen Remscheid Amboss mit 49:24 ab

Bielefeld(WB/JM). Dritter Sieg in Folge für die Bulldogs und ein nettes Geschenk für Maskottchen »Bully«, das seinen dritten Geburtstag beging: Mit dem verdienten 49:24 (15:0/14:16/7:0/13:8)-Heimsieg über Remscheid Amboss festigten Bielefelds Footballer Regionalligaplatz drei und ernteten ob ihrer insgesamt ordentlichen Vorstellung stehende Ovationen der 716 Fans.

Mit diesem Ergebnis holten sich die Bulldogs auch den direkten Vergleich (Hinspiel 19:27). Headcoach Willie J. Robinson meinte nach »der bislang exzellentesten Woche« stolz: »Die Mannschaft versteht mich immer besser – und umgekehrt. Es ist toll zu sehen, was dieses Team erreichen kann, wenn sich jeder diszipliniert auf seinen Job fokussiert. Dieses Spiel war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.«

Für Robinson gab’s hinterher die zweite Dusche in dieser Saison, und der an der Schulter verletzte Marcel Grimm durfte zum zweiten Mal die Sieger-Humba anstimmen. Grimm hatte vor dem Kickoff geunkt: »Die Mannschaft, die den Sieg mehr will, wird gewinnen!« Das waren Samstag eindeutig die Bulldogs, die dank eines wiederum famos aufgelegten Keshawn Hill im ersten Viertel 15:0 in Führung gingen und die nicht mehr hergeben sollten. Runningback Hill, der mit effektivem Laufspiel (61 Yards waren es zum 14:0) vier Touchdowns markierte, spurtete kompromisslos in die von seinen Kollegen aufgerissenen Löcher; eine Frucht der intensiven Video-Session des Gegners.

Die mentale Stärke war da und hielt auch in solchen Phasen, als der Amboss verkürzte. »Die Offense hat geklickt«, stellte Teamleader Felix Kroll fest. Auch dank Niklas Gorny. Der Quarterback haderte wohl ein wenig mit seiner Passgenauigkeit, machte aber kaum nennenswerte Fehler. »Niklas hat seinen Job gemacht. Gut gemacht«, sagte Willie Robinson.

Dass die dezimierte Defense – bloß vier D-Liner standen im Aufgebot – Remscheids dominierende US-Achse Sean Willix/Cole Williams bis zu deren Ausscheiden weitgehend entschärfte, war nicht zuletzt Jean-Maurice »Moe« Ogundare zu verdanken. Ebenso wachsam wie schnell, entpuppte er sich als dynamische »Abrissbirne« für Remscheids Offensivbemühungen und vereitelte mit unnachgiebigen Tackles manchen Touchdown. »Moe ist einer der diszipliniertesten Spieler seit langem, die ich coache. Er ist immer da, hört zu und tut das, was ich ihm sage. 40 Leute mehr von seinem Schlag, und wir wären heute ganz woanders«, so Robinsons Ritterschlag. Den Bulldogs gelangen fünf Quarterbacksacks. Hier tat sich Jannis Knauer (3) hervor. Robinson las dessen Bruder Flemming die Leviten, nachdem der sich wiederholt ein persönliches Foul geleistet hatte.

»Die Kommunikation auf dem Feld war ein Schlüssel zum Erfolg«, stellte Ogundare fest und ergänzte, dass die erste Defensivgarde ihr Ziel, »den Gegner unter 20 Punkte zu halten«, umsetzen konnte, ehe im letzten Viertel vermehrt Rookies Einsatzzeiten erhielten. Remscheid brachte sechs verletzte Spieler mit nach Hause und die Erkenntnis, auswärts weiterhin nicht gewinnen zu können.

»Wir haben offensiv wie defensiv das umgesetzt, was wir wollten«, lobte Felix Kroll. »Alles hat ineinander gegriffen.« Noch drei Spieltage stehen aus. Der Lauf soll weitergehen. Samstag wird der schwächelnde Zweite Troisdorf Jets erwartet. Das Selbstvertrauen ist da. Krolls Botschaft: »Wir fürchten keinen Gegner.«

2017-06-19T07:18:26+00:00